Im Vorfeld einer Mobilisierungsmaßnahme müssen Polterplätze ausgewählt und für die eingesetzten Holzhauer und Rücker deutlich sichtbar markiert werden. Wird nach Eigentümern getrennt gepoltert, dann muss auf ausreichend Polterfläche geachtet werden. Zusätzlich werden die Polterplätze in den Karten eingezeichnet, welche die Holzernteunternehmen mit den Arbeitsaufträgen erhalten. Diese Dokumente können auch für die Beauftragung der Fuhrunternehmen verwendet werden.

Unterschied und Zusammenspiel: Erschließung und Logistik

Im Unterschied zur Erschließungsplanung, mit welcher der Zugang des Hiebsortes von den öffentlichen Straßen bis zum einzelnen Erntebaum geplant wird, beschäftigt sich die Logistikplanung mit der Güterbewegung, also der Versorgung und insbesondere mit der Entsorgung der Hiebsorte - der Holzabfuhr. Bei den Überlegungen zur optimalen Holzflusskette aus dem Wald ins Sägewerk spielen viele, sich teilweise wechselseitig beeinflussende Faktoren, eine Rolle. Einige wichtige Aspekte sind:

  • Geländeoberfläche (Neigung)
  • Erntesortiment (Langholz / Kurzholz // Starkholz / Schwachholz)
  • Entfernung / Lage / Erreichbarkeit der Polterplätze
  • Verfügbare Technik bei den Unternehmern
  • Jahreszeit der Erntemaßnahme (Nässe / Frost / Schnee)
  • Zustand der Waldstraßen zur Erreichung des Hiebsortes
  • Lieferweise (Frei-Werk / Frei-Wald // mit Pufferlager / just-in-time)

 

Geeignete und kostengünstige Hilfsmittel

Zur konkreten Planung der Holzabfuhr zu Beginn einer Mobilisierungsmaßnahme ist es hilfreich, geeignetes Kartenmaterial vorrätig zu haben. Hier hinein können dann sowohl die optimalen Abfuhrwege wie auch die angelegten Polterplätze eingezeichnet werden. Besonders bewährt hat sich für diese Planungen als kostengünstige Lösung die Top 50 bzw. Top 25 Karte in digitaler Form (ca. 40 € für die Abdeckung eines kompletten Bundeslandes). So können stets neue Karten kostengünstig erstellt werden. Zudem lassen sich mittels der mitgelieferten Software die Polter und weitere Symbole in die Karte einzeichnen (Layer). Mit der Druckfunktion können die so ergänzten Karten per Email, Fax oder Ausdruck (auch pdf) weitergegeben werden, sogar eine Weiterbearbeitung beim Empfänger ist bei Übersendung des Datensatzes möglich.

Eine weitere kostengünstige Lösung stellt das von der Internetfirma Google bisher gratis zur Verfügung gestellte Programm "Google Earth" dar. Hierbei handelt es sich nicht um Karten, sondern um Satelliten- oder Luftbilder. Je nach Gebiet unterscheidet sich die Darstellungsqualität hier allerdings sehr deutlich. Dennoch kann es zu Beginn der Planungen auch für die Arbeit in Mobilisierungsblöcken als Hilfsmittel dienen.

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