Die Holzaufnahme umfasst die Vermessung (Volumenermittlung) und die Güteeinteilung (Sortierung) des geernteten Holzes. Diese Arbeiten sind durch das Fachpersonal der FBG oder des betreuenden Försters vorzunehmen. Die Daten werden überlicherweise direkt im Wald in ein mobiles Datenerfassungsgerät (MDE) eingegeben. Auf diesen Geräten ist eine forstspezifische Software installiert, mit der die Mengen berechnet, die Lagerorte verwaltet und Arbeitslisten erstellt werden können. Weiter können die Daten aus den MDE-Geräten bequem in Datenbanken überspielt werden, wo sie zur Weiterverarbeitung dann zur Verfügung stehen.

Hiebsorganisation und Kommissionierung

Die anfallenden Holzmengen müssen organisiert werden. Das heißt, die Zuordnung des Holzes zu Waldbesitzern aber auch Käufern muss gewährleistet werden. Forstüblich werden Hiebsmaßnahmen folgendermaßen gegliedert:

  • Hieb (Synonym = (Holz-) Liste, Auftrag)
  • Los (Bündel gleicher Sorten)
  • Polter (Bündel gleicher Sorten, aber Teilmenge eines Loses)
  • Einzelstamm

Soll das gerntete Holz nach einer im Wald erstellten Liste (Waldmaß) verkauft werden, muss es nach einer forstlich anerkannten Methode vermessen und sortiert worden sein.

Einzelstammvermessung

Bei diesem Aufnahmeverfahren wird für den einzelnen Stamm die Länge und der Mittendurchmesser ermittelt. Handelt es sich um sehr wertvolle Hölzer (meist bei Laubholz), wird sogar jeder Güteabschnitt einzeln mit Länge und Durchmesserangabe versehen. Dieses Aufnahmeverfahren ist sehr zeitaufwendig, daher kommt es nur für wertvolle Hölzer bzw. bei der Aushaltung von Langholz in Betracht.


Das Harvestermaß ist bei modernen Erntesystemen eine Alternative zum Schätzmaß (nur Volumen!). Probleme treten aber noch immer auf, wenn

  • das Aggregat nicht regelmäßig kallibriert wird
  • im Sommer beim Durchlaufenlassen große Rindenstreifen abgezogen werden
  • der Rücker nicht sämtliches Holz, welches aufgearbeitet wurde, an die Waldstraße rückt
  • der Rücker die Sortimentszuordnung nicht fehlerfrei bewältigt

Empfehlung: Auswahl der geeigneten Aufnahmemethode

  • Einzelstammvermessung bei a) Laubholz, lang, Güten A, B, C, PAL; b) Nadelholz, lang, Güten (A), B, C
  • Mantelvermessung bei polterweise gelagertem Holz als Fixlängen
  • Stirnflächenstichprobe bei polterweise gelagertem Holz als Fixlängen
  • Hochrechnung über die Anzahl x Volumen des Durchschnittsstammes bei polterweiser Aufnahme als Kontrollmaß
  • Sektionsvermessung bei fixlängen Industrieholzpoltern