Während beim größeren Privatwald und dem öffentlichen Wald die Zielsetzungen der Waldbewirtschaftung meinst klar formuliert sind, stellt sich im Kleinprivatwald die Situation anders dar. Auf den kleinräumigsten Flächen findet man oft sehr unterschiedliche Ziele und Nutzungsintensitäten. Vielerorts werden künftige Zuwächse durch Unterlassen von Durchforstungsmaßnahmen verschenkt, während gleichzeitig so mancher sägefähige Stamm unter Wertschöpfungsverlust ins Brennholz wandert. Auch jagdliche oder Naturschutzmotive spielen bei der Nutzung oder unterlassenen Nutzung eine Rolle.

Wem gehört der Privatwald in Deutschland?

Grafik WaldeigentumsartenIn Deutschland gibt es rund 11 Mio. Hektar Wald. Den Besitz am Wald teilen sich private Personen, Körperschaften und der Staat. Ca. 7 Mio. ha Wald liegen in der Hand privater und körperschaftlicher Eigentümer. Etwa 2 Mio. Eigentümer können dieser Fläche zugeordnet werden.

 


Waldbesitzgrößen

Die Größe eines Waldbesitzes ist zusammen mit der Arrondierung ein wichtiges Kriterium für eine effektive Bewirtschaftung und Nutzung. Die durchschnittliche Waldbesitzgröße in Deutschland beträgt 2,4 Hektar.

Die Besitzstrukturen im Privatwald in Deutschland sind sehr heterogen. Daher ist eine Differenzierung nach Klein-, Mittel und Großprivatwald notwendig, um die unterschiedlichen Adressaten identifizieren zu können. Eine allgemeingültige Definition von Klassengrößen gibt es nicht. Jedoch bietet die dritte Bundeswaldinventur (BWI 3) die folgende Unterteilung der Größenklassen im Privatwald an:

Fläche Groessenklassen

Weitere detaillierte Informationen über die Privatwaldgrößenklassen bietet die Ergebnisdatenbank der Bundeswaldinventur 3.